Was ist dorothea lange?

Dorothea Lange war eine amerikanische Fotografin, die vor allem für ihre Dokumentarfotografie während der Zeit der Großen Depression bekannt ist. Sie wurde am 26. Mai 1895 in Hoboken, New Jersey, geboren und verstarb am 11. Oktober 1965 in San Francisco, Kalifornien.

Lange studierte Fotografie an der Columbia University und begann ihre Karriere als Porträtfotografin. Sie arbeitete anschließend für verschiedene Fotostudios, bevor sie 1935 als Dokumentarfotografin für die Farm Security Administration (FSA) arbeitete. Während ihrer Zeit bei der FSA reiste sie durch ländliche Gebiete der Vereinigten Staaten und fotografierte das Leben der Bürger, insbesondere von Landarbeitern und Farmern, die von der wirtschaftlichen Depression stark betroffen waren.

Besonders bekannt wurde Lange für ihr berühmtes Foto "Migrant Mother" (deutsch: Wanderarbeiterin-Mutter), das sie 1936 aufnahm. Das Bild zeigt Florence Owens Thompson, eine 32-jährige Mutter von sieben Kindern, die durch die Folgen der Großen Depression obdachlos geworden war. Das Foto wurde zu einem ikonischen Bild der Zeit und symbolisiert die Krise der Great Depression und die Not der Menschen in diesem Zeitraum.

Lange fotografierte auch andere bedeutende Bilder während der Großen Depression, wie zum Beispiel die Serie "An American Exodus", die die schwierigen Lebensbedingungen der Einwanderer dokumentierte. Ihre Fotos hatten einen großen sozialen Einfluss und wurden oft als Werkzeuge zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Notlagen und Ungerechtigkeiten der Zeit verwendet.

Dorothea Lange setzte ihre Arbeit als Fotografin auch nach der Depression und dem Zweiten Weltkrieg fort und war weiterhin in sozialen und politischen Fragen aktiv. Ihre Werke wurden in vielen Ausstellungen gezeigt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Ihre Fotografien sind heutzutage in vielen renommierten Museen und Galerien weltweit zu sehen.